Ein bisschen Mut gehört schon dazu, sich als Chor an die Kult-Songs der legendären Beatles zu wagen. Mit den ersten beiden Songs „I Want to Hold Your Hand“ und „Please Please Me“ wurde jedoch schnell klar, dass der K2 dieser Herausforderung durchaus gewachsen ist. Der typische Beat mit seinen eingängigen Melodien wurde von Chor und Band bestens umgesetzt. So ließen sich die Zuhörer gerne in die 60er Jahre mitnehmen und die damals weltweit verbreitete „Beatlemania“ war an diesem Abend sowohl im Chor als auch beim Publikum wieder spürbar.
Unter der Leitung von Christian Vaida ging es weiter auf der musikalischen Zeitreise mit dem Rock’n’Roll-Stück „Twist and Shout“ sowie „Can’t Buy Me Love“, ebenfalls zwei Werken aus der Anfangszeit der Beatles. Im Übrigen meisterte Vaida die schwierige Doppelaufgabe, gleichzeitig als Dirigent und Solist zu wirken, bestens. Informativ und stets unterhaltsam lieferte Marita Kasischke in ihrer Moderation die passenden Hintergrundinformationen zu den Songs und dem Leben der Beatles.
Es folgten einige Balladen wie „And I Love Her“, „This Boy“ oder „If I Fell“. Trotz gegenläufigen Rhythmen, Dissonanzen und anspruchsvoller Dynamik ging der bei allen Stücken hörbare harmonische Gesamtklang des Chores nie verloren. Das melancholische „Yesterday“, der Beatles-Klassiker schlechthin, durfte natürlich nicht auf dem Programm fehlen. Sehr gefühlvoll und konzentriert trug der Chor dieses fünfstimmige Stück vor. Die musikalische Weiterentwicklung der Beatles Mitte der 60er Jahre wurde dann durch eher nachdenklich stimmende Stücke wie „In my Life“, „Eleanor Rigby“ oder „Penny Lane“ deutlich, bei denen der Chor mit sehr anspruchsvollen Arrangements überzeugte. Bei „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ wurde es dann richtig laut und rockig; das Publikum war nun endgültig mit der „Beatlemania“ angesteckt.
Einen großen Beitrag zum Charme dieses Konzert trug auch die klasse Band bei (Gitarre: Steffen Hehrer; Bass: Jan Grünenpütt; Drums: Marian Vaida; Piano: Nils Mille), die es verstand, den typischen Beatles-Sound mit einem Mix aus Rock’n’Roll, Rock & Pop wieder aufleben zu lassen.
Ende der 60er Jahre entstanden die Songs “Blackbird” mit seiner eingängigen, fast schwebenden Melodie sowie „All You Need is Love“, die vom Chor beide überzeugend interpretiert wurden. Bei der gefühlvollen Ballade „Something“ stellte Christian Vaida noch einmal sein solistisches Können eindrucksvoll unter Beweis, bevor mit der Hymne „Let It Be“ schließlich der passende Abschluss eines rundum gelungenen Konzerts ganz im Zeichen der Beatles gesetzt wurde. Klar, dass das begeisterte Publikum mit stürmischem Applaus noch mehrere Zugaben einforderte.
Wie hieß es in der letzten Presseerklärung der Beatles nach Auflösung der Band im Jahr 1970: „Der Beat geht weiter, der Beat geht weiter…“. Diese Prophezeiung ging an diesem Abend wahrhaft in Erfüllung.
Daniela Bühler,
Pressereferentin